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Abkürzungen in allen Branchen

Veröffentlicht am 29. November 2019

Die Schlagworte verfolgen uns auf Schritt und Tritt. Jeder und jede redet von Work-Life-Balance und Achtsamkeit. Und kaum jemand würde behaupten, dass diese Punkte unwichtig sind. Aber was genau bedeutet eigentlich Gesundheit und wie kann ich mit meinen Ressourcen ideal haushalten und meine Kunden darin begleiten es für sich zu tun? Hören wir mal in die Vorlesung Gesundheitsmanagement rein.

Es ist ein kühler Herbstmorgen, die Klasse der angehenden Berufs-, Studien- und Laufbahnberater*innen ist in einem Vorlesungsraum in Olten versammelt. Der Beamer projiziert den Titel ‚Gesundheitsmanagement‘ an die Wand. Nachdem sich die Dozentin vorgestellt hat, wissen wir, dass wir es mit einer Dame mit sehr reichhaltiger Berufserfahrung zu tun haben. Wir steigen ein mit einer Selbstreflexion zum Thema Gesundheit.

Ein Fragebogen regt uns zu Gedanken an, über unser eigenes Verhalten in Bezug auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Welche Strategien kennen wir, welche davon wenden wir an? Haben wir überhaupt Strategien? Kennen wir unsere Stressoren? Nehmen wir Warnsignale unseres Körpers wahr? Und schon sind wir mittendrin in der Diskussion rund um das Thema Achtsamkeit.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert Gesundheit wie folgt: ‚Gesundheit ist der Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen.‘ Der Fokus liegt also auf der Gesundheit und nicht auf der Krankheit - deshalb hat sich die WHO wohl auch nicht Weltkrankheitsorganisation getauft.

Klingt salopp, ist aber aus meiner Sicht zentral, denn Gesundheit enthält so viele weitere Dimensionen und damit gibt es für jeden und jede einen grossen Gestaltungsrahmen. Spannend finde ich eine weitere Definition, welche Gesundheit als eine ‚Fähigkeit zur Problemlösung und Gefühlsregulierung, durch die ein positives, seelisches und körperliches Befinden (...) erhalten oder wieder hergestellt wird‘ definiert. Was ich mitnehme ist, dass die Einschätzung über meine Gesundheit subjektiv ist und viel mehr umfasst als nur die Abwesenheit von Krankheit.

Eigentlich zeigen diese Grundlagen vor allem die Vielfalt an Handlungsoptionen und Herangehensweisen auch im Umgang mit unseren Kunden. Tools wie der eingangs erwähnte Gesundheitsfragebogen oder auch das WHO-Modell mit der Gliederung in körperliche, seelische, soziale und sinngebende Anteile der Gesundheit sind Hilfsmittel, um die individuellen Anknüpfungspunkte herauszuschälen. Punkte, über die der Kunde zur Reflexion angestossen und motiviert wird, konkrete Handlungen daraus abzuleiten.

Nichts davon ist wirklich bahnbrechend neu und manchen wird ein Buch über Achtsamkeit weiterhelfen, andere kommen näher zu sich in einem Gespräch, einer Beratung. Beim ganzheitlichen Ansatz meines Arbeitgebers nehmen die Themen Gesundheit und Ressourcen einen wichtigen Platz ein in der Laufbahnberatung. Um den Schritt in Richtung Umsetzung gehen zu können, ist eine intensive Auseinandersetzung mit sich selbst aber immer nötig. Und die kann im Bus geschehen, auf dem Weg zur Arbeit, bei einem Waldspaziergang mit dem Hund oder in meinem Fall beim ‚Plättlizählen‘ im Schwimmbad. Wenn man sich drauf einlassen mag, gibt es viel Spannendes zu entdecken.

 

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