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Abkürzungen in allen Branchen

Veröffentlicht am 1. November 2019

Heute bin ich mit einem ehemaligen Berufskollegen verabredet zum Lunch. Unser erstes Treffen nach meinem Ausstieg aus der Finanzbranche, nachdem wir uns viele Male getroffen hatten als Geschäftspartner. Und das Gespräch beginnt gleich ganz ungewohnt…

Wir treffen uns in einem hellen, modernen Restaurant in Bülach. Stefan (Name von der Bloggerin…) sitzt bereits in Anzug und Krawatte am Tisch und springt sofort auf als er mich sieht. Er scheint sich aufrichtig zu freuen, mich zu sehen auch wenn er weiss, dass er mir heute ganz bestimmt keinen Anlagefonds verkaufen wird.

Haben sich frühere Gespräche um Finanzkennzahlen wie Renditen oder Volatilität, um Turnover im Portfolio, dem Einfluss der Politik auf die Finanzmärkte oder die letzte Notenbankentscheidung gedreht, reden wir heute zuerst über Kinder. Die Chance, die uns Kinder geben, die Welt nochmals neu zu sehen und zu entdecken, die einfachen Dinge zu schätzen oder überhaupt erst zu beachten.

Und schon landen wir beim Thema Beruf. Unseren „I my job“ Button nimmt er zwar lachend an, steckt ihn aber vorübergehend mal in die Tasche. Ich erzähle von Skillaware, einer gerade angelaufenen Kampagne diverser Verbände und Laufbahnberater*innen mit dem Ziel, die Arbeitsmarktfähigkeit von Bankmitarbeitenden zu erhöhen. Mein Arbeitgeber, das S&B Institut, ist als erfahrenen Player auf dem Platz Zürich mit dabei.

Stefan lacht und zückt aus seiner Aktentasche zielsicher die Selbstevaluation, die er bereits durchgeführt hat. Mit den Worten ‚also eigentlich bin ich ja schon happy, aber manchmal denke ich einfach, vielleicht könnte es auch noch andere spannende Herausforderungen geben‘. Und er fügt an: ‚Manchmal würde ich einfach gerne meinen Kindern erklären können, warum der Papi so viel arbeitet und vor allem, WAS der Papi arbeitet‘. Ich nicke, denn er formuliert einen Gedanke, der mir in den letzten Jahren oft durch den Kopf ging.

Ich befinde mich immer noch am Übergang zwischen zwei komplett unterschiedlichen Welten. Die schnelle, zahlendominierte, leistungsorientierte, hektische Welt der Banker, in der ich mich über 10 Jahre bewegt habe und von der mir viele tolle, spannende und liebenswerte Menschen geblieben sind Menschen wie Stefan. Und die für mich noch ganz neue Welt der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung, die ich als sehr vielseitig, tiefgründig, fundiert und reflektiert wahrnehme. Wo der Mensch unmittelbar im Zentrum steht und Platz sind für (echte) Emotionen und viel Greifbares aus dem Leben.

Stefan werde ich wieder sehen. Er hat sich entschieden, seine Selbstevaluation in einem Orientierungsgespräch mit einem unserer Laufbahnberater*innen zu vertiefen. Und ich freue mich, den Draht zu meiner bisherigen Berufswelt über ihn und viele andere lieben, ehemaligen Berufskolleg*innen zu behalten.

 

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