S&B Institut :: Berufsberatung für Oberstufenschüler/innen, Erfahrungsbericht

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Meine Erfahrungen mit der Berufsberatung für Oberstufenschüler/innen
im S&B Institut, A.M. 16 Jahre

 

Es ist jetzt schon einige Zeit her, dass Sie mich gefragt haben, ob ich Lust hätte aufzuschreiben, wie ich die Berufsberatung bei Ihnen erlebt habe. Der Lehrbeginn war recht anstrengend, ich hätte nicht gedacht, dass es so eine grosse Umstellung ist von der Schule zur Arbeit. Aber nach drei Monate habe mich jetzt gut eingelebt und darum auch endlich Zeit, den Bericht zu schreiben. Damit ich alles in der richtigen Reihenfolge aufschreiben kann, habe ich jetzt die Übersicht über die verschiedenen Gespräche und alle Unterlagen, die Sie mir gegeben haben, vor mir ausgebreitet. 

Ich erinnere mich, dass ich in der zweiten Klasse der Sekundarschule noch kaum wusste, welche Berufe mich interessieren könnten. Ich fand, dass wohl das KV noch eine gute Idee wäre oder vielleicht auch ein Beruf mit Kindern. In der Schule hatten wir zum Thema Berufswahl zwar einmal über unsere Traumberufe erzählen müssen, aber damals kam mir nicht viel in den Sinn.

Meine Eltern wollten, dass ich zu Ihnen in die Berufsberatung kommen, weil sie fanden, ich müsse mehr über meine Interessen und Fähigkeiten herausfinden und auch sehen, wie viele Berufe es überhaupt gibt. Ich war zuerst nicht so begeistert und dachte, dass Sie als Fremde ja wohl kaum mehr über mich wissen könnten als ich selbst. Aber meine Eltern haben mich überzeugen können. 

Schon bevor ich zum ersten Mal zu Ihnen kam, habe ich Arbeit von Ihnen erhalten :-).  Zusammen mit einem Brief haben Sie mir einen Bogen geschickt, auf dem ich  meine Lieblingsfächer, meine Hobbys und meine Berufsideen von früher und heute aufschreiben musste.

Zum ersten Beratungsgespräch kamen meine Eltern mit. Sie wollten viel von mir und meinen Eltern wissen und haben uns ganz genau erklärt, was wir in der Beratung machen werden. Besonders gefreut hat mich, dass meine Eltern auf die Frage, was ich gut könne, so viel Positives über mich gesagt haben! Ich habe dann den „Wegweiser zur Berufswahl“ erhalten und Hausaufgaben fürs nächste Gespräch.

Vor dem zweiten Gespräch musste ich einen halben Tag lang nach Bülach kommen und Tests machen. Das hat mir schon ein wenig Sorgen gemacht. Aber Sie haben mir immer wieder gesagt, dass es ja keine Prüfung sei. Das hat mich ein wenig beruhigt, trotzdem wollte ich natürlich gute Resultate haben. Es war anstrengend, aber am Schluss auch spannend, die Ergebnisse mit Ihnen zu besprechen.

Wenn ich jetzt nochmals meinen Persönlichkeitspass und die Beurteilungen meiner Eltern und Geschwister anschaue und alles mit den Ergebnissen der Interessentests vergleiche, so staune ich, wie gut mich die anderen kennen und wie der Test gestimmt hat. Ich erlebe ja jetzt, dass ich wirklich gerne Kontakt zu Menschen habe. Es ist auch herausgekommen, dass ich am Umgang mit Sprachen interessiert bin, gerne gestalterisch tätig bin und auch der Technik gegenüber nicht abgeneigt bin. Auch dass ich in meinem Berufsalltag sowohl Hand- als auch Kopfarbeit leisten möchte, kam heraus.

Bei unserem dritten Gespräch haben wir meine Hitparade im Wegweiser zur Berufswahl besprochen. Sie wollten genau wissen, weshalb ich diese Auswahl unter den Berufen getroffen habe und was mich im Einzelnen daran fasziniert. In meiner Hitparade standen neben dem Beruf Kauffrau Reisebüro auch noch Detailhandelsfachfrau, Drogistin, Fachfrau Betreuung, Lehrerin für die Primarstufe, Polygrafin, Dekorationsgestalterin, Fotografin und Siebdruckerin.

Als ich danach zu Hause Informationen über diese Berufe las und eine persönliche Stellungnahme dazu verfassen musste, stellte ich fest, dass nicht alle Berufe gleich spannend für mich waren. Aber beim Lesen der Informationen habe ich noch weitere, verwandte Berufe entdeckt, die mein Interesse weckten. In meinem Favoriten-Check habe ich schliesslich  Augenoptikerin und  Polygrafin eingetragen. Diese Berufe wollte ich noch näher kennen lernen.

Sie haben mir erklärt, wie ich vorgehen müsse, um Berufsbesichtigungen und Schnupperlehren zu organisieren. Als ich dann drei Tage in einem Optikergeschäft in Zürich schnuppern konnte, hat es mir sehr gefallen. In meinem Schnupperlehr-Tagebuch habe ich aufgeschrieben, was ich erlebte. Ich merkte, dass mir der Kundenkontakt gut gefällt. Auch die technischen Apparate fand ich spannend. Aus den Leistungstests bei Ihnen wusste ich, dass ich ein gutes Vorstellungsvermögen und ein gutes technisches Verständnis habe. Ich habe eine gute Rückmeldung auf meinen Schnuppereinsatz erhalten und plante noch eine weitere Schnupperlehre bei einem anderen Optiker. Ich wollte vergleichen können.

Aber trotzdem war der Beruf Polygrafin noch nicht aus dem Rennen. An einem Berufsinformationsnachmittag habe ich mehr darüber erfahren, musste aber erst noch einen Eignungstest absolvieren, um schnuppern zu können. Dann durfte ich zwei Tage in einem Medienunternehmen den Berufsalltag kennen lernen. Die Bearbeitung von Bildern und Texten hat mir eigentlich gut gefallen. Es hat mich aber gestört, dass ich den ganzen Tag am Computer sitzen musste. Ich brauche mehr Bewegung. Auch der direkte Kontakt mit Menschen kam in diesem Beruf für meinen Geschmack etwas zu kurz.

Wir haben meine Erfahrungen zusammen gut ausgewertet. Sie haben einen Beratungsbericht geschrieben, den ich zuerst lesen konnte. Dann kamen auch meine Eltern wieder mit zum Gespräch. Wir haben meine Testergebnisse nochmals angeschaut und besprochen, was ich bis dahin alles gemacht hatte. Meine Eltern durften dann den Beratungsbericht ebenfalls lesen. Darin haben Sie auch Empfehlungen abgegeben, die für uns gut waren.

Inzwischen wusste ich schon ganz sicher, dass ich Augenoptikerin werden will. Sie haben mich bei der Lehrstellensuche unterstützt. Sie zeigten mir, wie ein Lebenslauf und ein Bewerbungsbrief aussehen müssen und haben mir erklärt, wie ich offene Lehrstellen finde. Ich war froh, dass Sie noch einen Kurzbericht geschrieben haben, den ich meiner Bewerbung beilegen konnte. Schliesslich haben Sie mich während rund vier Monaten und einigen Beratungsgesprächen bereits gut kennen gelernt.

Ich habe Glück gehabt! Nach 14 Bewerbungen hat es geklappt! Ich mache nun meine Lehre als Augenoptikerin und bin sicher, richtig gewählt zu haben. Ihre Beratung hat mir sehr geholfen. Vor allem, dass Sie mich über eine längere Zeit begleitet haben und ich ihnen zwischendurch auch mailen konnte, fand ich gut.  

Sollte ich später einmal nicht mehr wissen, wie es beruflich weitergehen soll, dann werde ich ganz bestimmt wieder zu Ihnen kommen!

Herzliche Grüsse A.M. 

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